Seit einigen Monaten ist unser neues Elektroauto nun bei uns im Alltag angekommen. Und nach den ersten Erfahrungen lässt sich sagen: Die Entscheidung für das E-Auto fühlt sich immer mehr wie die richtige an.
Besonders schön ist dabei, dass sich unser Auto inzwischen sehr gut in unser eigenes Energiesystem einfügt. Seit März haben wir das Fahrzeug zu Hause ausschließlich mit Solarüberschuss geladen. Wenn die Sonne scheint und unsere Photovoltaikanlage mehr Strom produziert, als wir im Haus gerade benötigen, geht dieser Überschuss nicht einfach ins Netz – sondern landet zu einem guten Teil im Akku unseres Autos.
Das funktioniert im Alltag erstaunlich unkompliziert. Das Auto steht tagsüber zu Hause, wenn die Sonne scheint, und kann genau dann laden, wenn Energie zur Verfügung steht. Damit wird aus dem Elektroauto gewissermaßen ein weiterer Speicher für unseren eigenen Solarstrom. Und es hat bisher immer gereicht, wobei wir (leider) einen regenarmen Sommer haben.
Und es macht Freude, am Abend auf die gefahrenen Kilometer zu schauen und zu wissen: Ein großer Teil davon wurde mit selbst erzeugtem Sonnenstrom zurückgelegt. Gerade in den Monaten mit viel Sonnenschein ist das eine ausgesprochen stimmige Kombination aus Photovoltaik, Hausspeicher und Elektromobilität.
Natürlich wird nicht jede Fahrt ausschließlich mit unserem eigenen Solarstrom möglich sein. Sobald es auf längere Strecken geht, müssen wir auf die öffentliche Ladeinfrastruktur zurückgreifen. Genau das wird nun auch unser nächstes großes Experiment.
Mit dem Elektroauto nach Irland
In diesem Sommer steht nämlich eine längere Reise an: Mit dem Elektroauto soll es per Fähre nach Irland gehen.
Damit verlassen wir unsere bisher ziemlich komfortable Situation. Zu Hause wissen wir, wo wir laden, wann unser Solarstrom zur Verfügung steht und was uns das Laden kostet. Auf einer Reise sieht die Sache natürlich anders aus.
Wie gut funktioniert die Ladeinfrastruktur auf der Strecke? Wie dicht ist das Netz an Schnellladern? Welche Ladekarten und Apps brauchen wir tatsächlich? Und vor allem: Was kostet das Laden unterwegs?
Spannend wird dabei nicht nur die Fahrt durch Deutschland und Frankreich, sondern auch die Situation in Irland selbst. Dort wollen wir ausprobieren, wie problemlos sich ein Elektroauto inzwischen auch auf einer längeren Urlaubsreise bewegen lässt. Vielleicht wird es an der einen oder anderen Stelle noch etwas mehr Planung brauchen. Vielleicht erleben wir aber auch, dass das Laden unterwegs inzwischen so selbstverständlich geworden ist, dass man sich darüber kaum noch Gedanken machen muss.
Genau das interessiert uns.
Ein Blick nach vorn
Unser Eindruck nach den ersten Monaten ist jedenfalls ausgesprochen positiv. Das E-Auto hat sich im Alltag schnell normal angefühlt. Es fährt leise, komfortabel und zuverlässig – und durch die Kombination mit unserer Photovoltaikanlage bekommt die Elektromobilität für uns noch einmal eine ganz andere Qualität.
Aus Sonnenenergie wird Strom, aus Strom werden Kilometer. Und wenn dann noch ein Teil des eigenen Solarstroms direkt im Auto landet, fühlt sich der gesamte Kreislauf erstaunlich sinnvoll an.
Die Reise nach Irland wird nun zeigen, wie gut dieses Konzept auch auf langen Strecken funktioniert. Wir sind gespannt auf die Erfahrungen mit den Ladesäulen, den Preisen und der Infrastruktur – und natürlich darauf, ob wir am Ende sagen können: Auch eine längere Reise mit dem Elektroauto ist heute eigentlich ziemlich unkompliziert.
Wir werden berichten.
Denn eines ist für uns schon jetzt klar: Die Elektromobilität steht nicht am Ende ihrer Entwicklung. Sie wird besser, die Ladeinfrastruktur wächst, die Reichweiten werden größer und die Möglichkeiten, erneuerbare Energie direkt für die Mobilität zu nutzen, werden immer interessanter.
Und so schauen wir ziemlich optimistisch nach vorn – mit unserem Solarstrom auf dem Dach, dem E-Auto vor der Tür und einer Fähre nach Irland vor uns.