Über Ostern stand bei uns die erste richtige Langstreckenprobe an – rund 800 Kilometer pro Strecke. Eine Strecke, bei der man früher automatisch an lange Pausen, volle Raststätten und viel Verkehr denkt. Dieses Mal aber unter ganz neuen Vorzeichen: unterwegs mit unserem Elektroauto.
Die gute Nachricht vorweg: Es hat erstaunlich entspannt funktioniert.
Mit zwei Ladestopps pro Strecke sind wir problemlos ans Ziel gekommen. Und ehrlich gesagt – mit ein bisschen mehr Mut hätten wir es vermutlich sogar mit nur einem Stopp geschafft. Der Tempomat lief meist bei etwa 130 km/h, und am Ende hat sich die Reisezeit kaum von früher unterschieden. Wenn überhaupt, dann war sie gefühlt sogar angenehmer.
Besonders positiv überrascht hat uns die Situation an den Ladesäulen. Trotz Osterverkehr waren die Stationen durchweg gut verfügbar, oft sogar erstaunlich leer. Kein Warten, kein Stress – einfach ankommen, einstecken, laden. Und das ging schneller als gedacht: Mehr als einmal war das Auto längst fertig, während wir noch beim Essen saßen.
Überhaupt bekommt das Reisen eine andere Qualität. Die Pausen sind nicht mehr „notwendig“, sondern werden ganz selbstverständlich Teil der Strecke. Man fährt entspannter, plant ein bisschen bewusster – und kommt trotzdem kaum später an.
Spannend fanden wir auch die Überlegung, den Akku nicht unbedingt voll nach Hause zu bringen. Stattdessen haben wir unterwegs so geladen, dass wir mit möglichst wenig Restenergie ankommen. Das klingt erstmal ungewohnt, macht aber absolut Sinn – vor allem, wenn der Strom zuhause günstiger oder sogar selbst erzeugt ist.
Eine wichtige Lektion gab es dann doch noch: Die Wahl des richtigen Anbieters. Wer sich vorher festlegt und den passenden Tarif bucht, spart unterwegs nicht nur Geld, sondern auch Nerven. Kein Tarifdschungel, kein spontanes Suchen – einfach laden und weiterfahren.
Unser Fazit nach dieser ersten großen Fahrt: Elektromobilität auf der Langstrecke funktioniert. Und zwar nicht nur irgendwie, sondern richtig gut. Ein bisschen Planung gehört dazu – aber dafür bekommt man eine entspannte, leise und insgesamt sehr angenehme Art zu reisen zurück.
Wir sind jedenfalls gespannt auf die nächsten Touren.